Tanja mit Kelly und Whisky

Liebe Hundefreunde,

bevor man sich mit einer bestimmten Hunderasse befasst, sollte man sich zunächst einmal eine Liste machen.

Und die folgenden Fragen beantworten:

Wie viel Geld habe ich monatlich für einen Hund zur Verfügung?

Um es vorweg zu nehmen: Wer bereits beim Kauf nur nach dem billigsten Angebot schaut, sollte sich besser GAR KEINEN Hund zulegen. Denn die Anschaffungskosten sind, auf ein Hundeleben bezogen, minimal. Im Durchschnitt wird Sie ihr Hund während eines Hundelebens um ca. 14.000 € erleichtern. Ohne spezielle Ausbildung, Training in der Hundeschule etc. !

Ein kleiner Hund verursacht weniger Kosten als ein großer Hund. Und das bezieht sich nicht nur auf das Hundefutter, welches selbstverständlich möglichst hochwertig sein sollte. Es kommen noch Tierarztkosten dazu. Da sind zunächst einmal die wiederkehrenden Kosten für z.B. Impfungen, Entwurmen und zusätzliche Medikamente, sowie Behandlungskosten im Krankheitsfall.

Hinzu kommen Steuern und Haftpflichtversicherung für den Hund. Die Steuern sind je nach Gemeinde unterschiedlich hoch. Bei der Haftpflichtversicherung ist es dasselbe, man sollte hier wirklich vergleichen- es lohnt sich.

Und das sind nur die Kosten, die unbedingt aufgebracht werden müssen. Zum Vergleich: Meine beiden Hunde, ein Schäferhund– Mix und ein Jack Russell Terrier kosten im Monat zusammen ca. 200,- Euro ohne Training oder Extras !

Wie viel Zeit kann ich für Bewegung und Training investieren?

Es gibt Hunde, die brauchen mehr Bewegung und Beschäftigung, andere wieder etwas weniger. Dies ist wirklich sehr wichtig, denn ein unausgelasteter Hund wird oft auch zum Problemhund!

Wie viel Platz habe ich im Haus und Garten?

Ein großer Hund braucht mehr Platz, sei es im Auto, im Haus für den Schlafplatz oder im Garten zum Toben und Spielen.

Bin ich imstande, einen großen Hund sicher zu führen?

Ich sehe oft Hundeführer, die von ihrem großen Hund von links nach rechts gezerrt werden und ihn bei Gefahr an einen Baum oder ähnliches anbinden, aber die Bäume stehen auch nicht immer da, wo man sie gerade braucht…
Das ist natürlich ein absolutes „ NO GO “, aber leider keine Seltenheit.

Auf meinen Jack Russell Terrier sind bereits dreimal große Hunde losgegangen, und wenn ich nicht richtig reagiert hätte, wäre er wohl jetzt nicht mehr am Leben. Traurig aber wahr. Ob man einen großen Hund halten kann, hat weniger mit der körperlichen Kraft, sondern vor allem mit der Führungsqualität des Menschen zu tun.

Wie man die richtige Beziehung zu seinem Hund aufbaut, damit man gar nicht erst in eine unangenehme Situation kommt, lernt man als Anfänger in einer GUTEN Hundeschule wie z.B. dem Hundezentrum Ulm oder bei einem GUTEN Hundetrainer.

Welche Hunde leben in der Nachbarschaft?

Damit es kein Stress zwischen den Hunden gibt sollte man darauf achten, welche Hunde noch in der Nachbarschaft leben, vor allem, ob es sich um Rüden oder Hündinnen handelt. Natürlich gibt es immer auch Ausnahmen, aber generell ist ein Aufeinandertreffen zweier gleichgeschlechtlicher Hunde eher problematisch. Es spielen aber noch viele andere Faktoren eine Rolle, ob die Hunde sich miteinander verstehen- oder eben nicht.

Will ich einen Langhaarhund oder einen Kurzhaarhund?

Fellpflege: Ein Langhaarhund muß öfters gebürstet werden wie ein Kurzhaarhund. Ein Kurzhaarhund verliert aber mehr Haare. Ich habe diese kleine weißen Borsten von meinem Jack Russell überall an den Kleidern, vor allem an der Fleece- Jacke, und bekomme sie fast nicht weg. Bei meinem Schäferhund verhält es sich so, die Haare liegen überall, in den Fußbodenecken sammeln sie sich dann. Das bedeutet für mich jeden Tag einmal durchsaugen.

Baden: Eine kleiner Hund ist immer schmutziger nach der Gassirunde als ein großer Hund. Er ist einfach näher am Boden. Aber man hat ihn auch gleich geduscht. Bei großen Hunden ist es etwas umständlicher.

Geruch: Ein kleiner Kurzhaarhund riecht nicht so intensiv wie ein großer Langhaarhund. Langhaarhunde riechen mehr als Kurzhaarhunde, große Hunde mehr als kleine. Vor allem wenn sie naß sind.

Nehme ich einen Welpen oder einen erwachsenen Hund?

Ein Welpe muß noch erzogen werden und alle 2 Stunden vor die Tür, damit er sich erleichtern kann. Das ist mit viel Zeit verbunden, man sollte in den ersten Wochen Urlaub nehmen, damit man die nötige Zeit aufbringen kann. Im Anschluss geht es in eine gute Welpenschule, damit der Hund Sozialverhalten und Grundgehorsam lernt.

Ein erwachsener Hund ist oft schon erzogen und es reicht, wenn man 2-3 mal am Tag mit ihm raus geht und ihn vor dem zu Bett gehen noch kurz vor die Türe läßt. Ein alter Hund braucht außerdem weniger Auslauf und Beschäftigung als ein junger Hund. Nachteil: Man weiß nicht, was ein erwachsener Hund bereits erlebt hat und ob es irgendwo ein Problem gibt. Das merkt man nämlich als Anfänger unter Umständen zunächst einmal gar nicht.

Wie Du siehst, ist es beileibe nicht so einfach, den passenden Hund auszusuchen. Nur mit der lapidaren Feststellung „ Ich will einen Hund! “ ist es auf jeden Fall nicht getan. Um die wichtige Frage „ Welcher Hund passt zu mir ? “ beantworten zu können, bedarf es einiger Überlegung. Und weil dieses Thema meiner Meinung nach sehr wichtig ist, gleichzeitig aber immer noch sehr stiefmütterlich behandelt wird, wird es dazu noch mehr Informationen geben.

Mehr dazu in meinem nächsten Artikel „ Welcher Hund passt zu mir?- Teil 2 “.

Eure Tanja

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Welcher Hund passt zu mir? – Teil 1

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