Über mich

Tanja mit Kelly und Whisky

Hallo, mein Name ist Tanja Häußler, ich bin Hundefachbuchautorin  und zu meiner kleinen Familie gehören natürlich auch zwei Hunde. Ein Jack Russell Terrier– Rüde und unsere Hündin, ein Schäferhund– Mischling.

Ich bin mit Hunden aufgewachsen, es sind wunderbare Lebewesen und ich war mir sicher, daß ich auch einen Hund haben werde, wenn ich erwachsen bin. Leider mußte ich damit ein bißchen warten, denn zunächst arbeitete ich immer Vollzeit. Als ich dann endlich eine Teilzeitstelle hatte, war sofort klar: Ich will einen Hund.

Jetzt stellte sich mir die Frage, welcher Hund passt zu mir? Soll es ein großer Hund sein oder kommt für mich eher eine der kleinen Hunderassen in Frage?

Mein EX-Mann, der selbst recht groß und etwas bequem ist, wollte immer einen richtig großen Hund, der das Haus bewachen sollte und nicht zu viel Aktivität von ihm forderte. Mit ausgedehnten Spaziergängen konnte er leben, vor allem, wenn ich sie hauptsächlich übernehmen würde, aber bitte alles immer recht gemütlich.
Ich hingegen wollte einen Hund, mit dem ich Hundesport betreiben kann, er sollte auch groß sein, aber nicht riesig. Ich streife gerade mal so die 160 cm und wiege immer um die 50 Kilo. Was ist, wenn der Hund mal beim Spaziergang an der Pfote verletzt wird? Den trage ich nicht einfach mal so nach Hause.

Mein EX- Mann tendierte zu einem großen schwarzen Hund. Eine Deutsche Dogge oder ein Rottweiler kamen für ihn in Frage, dann entdeckte er den Großen Schweizer Sennenhund. Nach Meinung meines Mannes hatte er den ( für ihn ) perfekten Hund gefunden. Groß ( noch größer als der Berner Sennenhund ), schwarz und mit einem ausgeprägten Beschützerinstinkt versehen.
Der Große Schweizer besitzt ein mäßiges Temperament und kann manchmal sehr stur oder dickköpfig sein. Na prima, dann habe ich ja zwei Dickschädel im Haus! Meinen Mann und den Hund! Außerdem ist er eher nicht geeignet für schnelle Hundesportarten…

Ich wollte einen Hund, mit dem ich auch sportlich aktiv sein kann! Große Hunde gefallen mir auch. Aber er sollte nicht mehr als ca. 35 Kilo wiegen! Also kaufte ich mir zahlreiche Bücher über verschiedene Rassehunde und versuchte, mich für eine Rasse zu entscheiden und schlug diese dann meinem Mann vor.

Fazit:

Mein zukünftiger Hund sollte ein zuverlässiger und treuer Begleiter sein, mit dem ich auch arbeiten konnte, z.B. Agility und Fährtensuche betreiben, das fördert die Bindung und es macht total viel Spaß, etwas mit seinem Hund zu unternehmen. Nach langem Überlegen und etlichen Diskussionen mit meinem Mann stand unser (mein) Entschluss endlich fest, es sollte ein Schäferhund sein!

Danach informierte ich mich im Internet, was es für Züchter gibt. Gezielt schaute ich nach Welpen, die in der Familie gehalten werden und nicht separat in einem Zwinger. Ich wollte lieber mehr für meinen Welpen bezahlen und ihn aus einer guten Zucht mit Familienanschluß bekommen. Wir haben dann auch einen Züchter gefunden und uns für den nächsten Wurf interessiert. Aber dann kam es doch anders als geplant…

M4K9683sw1

Eine Schäferhund- Mix Dame war umständehalber abzugeben. Wir kannten die Hündin und nahmen Sie gleich bei uns auf. Danach kamen auch schon die ersten kleinen Problemchen. Meine Hündin, sie heißt Kelly, ignorierte mich komplett und hatte meinen Kater „ zum Fressen “ gern. Also ging ich wieder los und besorgte mir ein paar Bücher. Nachdem ich dieses Problem behoben hatte, dachten wir wieder über einen Welpen nach, denn Kelly sollte einen Freund bekommen. Natürlich einen Schäferhund.

Aber auch diesmal kam alles anders. Eigentlich suchte ich nach einer Hundepension für den Notfall, z.B. bei einem Krankenhausaufenthalt. Ich wusste aber auch, daß es in dieser Hundepension Welpen bzw. Hundenotfälle gab. Die Notfälle waren Hunde, die etwas schwierig zu vermitteln waren, aus verschiedenen Gründen. Darunter war auch ein Jack Russell Terrier, der als Angstbeisser aggressiv auf Menschen reagierte. Aus diesem Grund sollte er eingeschläfert werden. Der Tierarzt wollte diesen Hund aber nicht einschläfern und brachte ihn in die Hundepension. Gott sei Dank!

Mein EX- Mann Christian und ich fuhren also zu dieser Hundepension und schauten uns bei dieser Gelegenheit auch gleich die Hunde an. Whisky, so heißt der Jack Russell Terrier, mochte mich sofort aus irgendeinem Grund und wollte gleich mit mir nach Hause. Ich war erst einmal nicht so begeistert davon, wollte noch eine Nacht darüber schlafen. Christian zweifelte an meinem Verstand. Bist du verrückt! Ein Hund, der auf Menschen geht! Du kannst niemand mehr ins Haus lassen, geschweige denn Kinder. Außerdem ist es ein kleiner Hund, und ich will keinen kleinen Hund!

So sitz er oft da.

Ich dachte mir, der Hund hat mir sein Vertrauen geschenkt, wir bekommen das hin. Mein Mann, Kelly und ich gingen zu unserem Auto und wurden von dem Jack Russell verfolgt. Als ich die Beifahrerseite öffnete sprang er sofort ins Auto, nach dem Motto, bitte vergesst mich nicht. Also nahmen wir ihn dann doch gleich mit. Als wir nach Hause kamen, fühlte er sich gleich wohl. Ich hatte das Gefühl, er wollte mir sagen, na endlich bin ich angekommen.

Mit Kelly verstand er sich gut und da sie Menschen liebt, wollte ich dem kleinen Mann auch mit Hilfe von ihr seine Angst nehmen. Wieder ein Problem, und zwar ein ausgewachsenes! Also wälzte ich mich erneut durch zig Bücher. Nach ca. 6 Monaten war mein Jack Russell Whisky um einiges ruhiger.

Also beschloss ich, um unsere Beziehung noch etwas zu vertiefen, in eine gute Hundeschule zu gehen. Zusätzlich besuchte ich noch etliche Seminare zum Thema „ Hund “, um mein Wissen zu verbessern. Heute nach ca. 2 Jahren ist er ein völlig entspannter Hund, der es faustdick hinter den Ohren hat. Seit einem Jahr mache ich sogar Agility mit ihm. Das hat unsere Beziehung noch um einiges verbessert.

Heute bin ich mir ganz sicher, Whisky wußte, ich würde nicht aufgeben. Und daß wir gemeinsam dieses Problem lösen werden. Er hat mir sein Vertrauen geschenkt und ich bin dankbar, daß er jetzt ein glückliches Hundeleben führen darf- und keine Angst mehr zu haben braucht, denn wir beschützen ihn.

An diesem Punkt warne ich ausdrücklich davor, als Laie sich so einen Hund aus Mitleid anzuschaffen! Ihr tut dem Hund keinen Gefallen, wenn er dann doch eingeschläfert wird oder wieder im Tierheim landet.

Man sollte sich so einen Hund nur „ antun “, wenn man die Hundesprache gut beherrscht und sich zu 100 % sicher ist, wie man dieses Problem beheben kann! Ich war mir absolut sicher und für mich war ganz klar, dass unser Jack Russell mal völlig entspannt sein wird.

quadrat11

Inzwischen sind wir ein tolles Rudel und haben viel Spaß miteinander. Die beiden sind das Beste, was mir je in meinem Leben passiert ist und ich bereue keinen Tag, seit die beiden bei uns sind. Dennoch sollte man daran denken, daß ein Hund ein Lebewesen ist, welches uns unter Umständen 14 Jahre oder noch länger begleitet, und wir als Halter sind dafür verantwortlich, daß es unseren Hunden gut geht und sie gesund sind. Das kostet Zeit und Geld. Wenn man nicht bereit ist, dieses Opfer zu bringen, sollte man sich keinen Hund zulegen. Unsere Tierheime sind bereits überfüllt!

Ich möchte mich hier auch bei Jutta Schmid und dem Hundezentrum Ulm dafür bedanken, daß sie mir mit Rat und Tat zur Seite stand und ich durch sie die Möglichkeit hatte meine Hunde (die nicht ganz einfach sind) durch sämtliche Situationen zu führen. Ich habe sehr viel von Dir und Simone gelernt und danke für Dein Vertrauen Jutta!

Ebenfalls bedanke ich mich für die eindrucksvollen Seminare von Andrea Kühne, Hans Schlegel, Thomas Baumann und Anita Balser.

Dieser Blog soll ein Informationsblog rund um den Hund sein, damit es euch und euren Hunden gut geht. Auf ein glückliches Rudel!

Eure Tanja

Bildquelle: http://www.dk-fotodesign.com/

 

Seminare, die ich besucht habe:

Michael Stephan             Erlebnis ausgeglichenes Rudel

Thomas Baumann           Stress bei Hunden

Hans Schlegel                    MBH- Auflösung der Schlauchtechnik

Hans Schlegel                    Wesensanalysen/ Neutralisierung erwünschter Verhaltensweisen

Andrea Kühne                  Fährte- Suche macht Spaß

Andrea Kühne                  Schutzdienst- eine Gefahr für die Allgemeinheit?

Andrea Kühne                  Großflächensuche für Anfänger und Fortgeschrittene

Andrea Kühne                  Dein Körper spricht- ob Du es willst, oder nicht…

Andrea Kühne                  Spiel, Motivation, Autorität

Bernd Schmauss              Agility- Seminar

Anita Balser                       In der Muttersprache des Hundes

Facebook Like
Print Friendly

{ 0 comments }