Liebe Hundefreunde,

Schwarze Hunde fotografierenHunde zu fotografieren ist gar nicht so einfach! Meistens sind sie nämlich ständig in Bewegung und halten gar nichts davon, vor einer Kamera zu posieren. Bei schwarzen Hunden kommen noch ganz andere Probleme hinzu.

Wie auch in diesem Fall tolle Fotos gelingen, ist Thema unseres heutigen Gastbeitrags von rahmenversand.com.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!
Sicher haben viele schon einmal den Versuch gewagt einen schwarzen Hund mit der Kamera abzulichten. Doch häufig tauchen folgende Probleme dabei auf: oftmals sind die Bilder von Schatten umrissen, überbelichtet oder so unterbelichtet, dass nur ein „schwarzer Fleck“ zu erkennen ist.

Die richtigen Lichtverhältnisse

Bei schwarzen oder generell sehr dunklen Tieren hilft diffuses Licht außerordentlich. Durch direkte Sonneneinstrahlung entstehen Schlagschatten und helle Umgebungen, die nicht dargestellt werden können, ohne einen Teil des Bildes entweder über- oder unter zu belichten.

Wenn seinen Hund in geschlossenen Räumen ablichten möchte, wählt am besten einen hellen Raum mit Deckenflutern. Wer seinen schwarzen Hund in der Natur fotografieren möchte, der bediene sich am besten eines wolkenreichen Tages. Die Wolken bewirken nämlich, dass das direkte Sonnenlicht sehr diffus wirkt.

Schwarzer SchäferhundwelpeDas schwarze Fell schluckt sehr viel Licht – für den Sensor oder auch den Film ist es ein „schwarzes Loch“, welches förmlich alles aufsaugt. Die Automatik der Kamera versucht dieses schwarze Loch anzusteuern und belichtet den Hund länger als nötig, sodass das Bildergebnis meist alles andere als zufriedenstellend ist. In diesem Fall ist daher anzuraten, die Belichtung manuell zu korrigieren.

 

Wer im Freien Fotos macht, hast hat als Hintergrund oft sehr helles Gras. Besser ist es, einen Ort mit ein wenig Buschwerk auszuwählen, wo das Licht diffuser ist. Denn sitzt, liegt oder steht ein schwarzer Hund vor einem recht dunklen Hintergrund, wird man auf dem Foto jedes einzelne Haar sehen können.

Diffuses Licht hat auch den Vorteil, dass es den Hund und die Umgebung gleich bleibend beleuchtet. Der Kontrast, den die Kamera meistern muss, ist daher wesentlich kleiner.

Die Belichtungseinstellungen der Kamera

Folgende Belichtungseinstellungen eignen sich sehr gut bei schwarzen und dunklen Hunden:

Spot/oder Punktmessung auf den Hund im manuellen Modus der Kamera auf -1.5 oder -1.7. Der Spot gilt als Referenz für die richtige Beleuchtung. Ist die dunkle Fläche des Hundes einmal nicht der Mittelpunkt des Bildes, wird zuerst auf jene Stelle gezielt, welche belichtet werden soll.

Indoor eignet sich ein Aufhellschirm oder ein einfacher weißer Karton, um die Schatten aufzuhellen. Ein Tier direkt anzublitzen sollte eher vermieden werden, da einerseits die Augen dann meist völlig überstrahlt sind, andererseits ist es wenig empfehlenswert, da Hunde sehr empfindliche Augen haben.

Der Auslöser wird dafür lediglich halb durchgedrückt und er wird erst dann voll durchgedrückt, wenn die Kamera zurückgeschwenkt wurde. Dabei kann es jedoch zu Schärfeproblemen kommen, wenn Motivzentrum und Bildmittelpunkt verschieden weit entfernt sind. Hier ist geduldiges Ausprobieren gefragt.

Allerdings hilft indirektes Blitzen gegen die weiße Zimmerdecke oder gegen einen weißen Karton und es hat den Vorteil, dass harte Schlagschatten wegfallen und die Belichtung im Ganzen weicher wird.

Mit Sicherheit wird es viele Versuche und eine Menge Geduld brauchen, um die ersten brauchbaren und wirklich schönen Bilder von seinem Liebling zu erhalten. Bringt man die Zeit und die Ruhe jedoch auf, wird man bald mit tollen Ergebnissen belohnt. Werden all diese Tipps beachtet, braucht es nur noch ein geduldiges Fotomodell (Leckerlis zur Animation nicht vergessen!) und schönen Bildern vom Vierbeiner steht nichts mehr im Wege.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Dieser Beitrag ist ein Gastartikel von rahmenversand.com, dem Online-Shop für günstige Bilderrahmen nach Maß.

Bildmaterial:

© Mac&Tonka (helen mcdonald / Flickr, CC BY-ND 2.0)

© Black Puppy (Maja Dumat / Flickr, CC BY 2.0)

© DK Fotodesign Daniela Karrer, Neu-Ulm

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  • Petra Haasmann 24. August 2015, 16:37

    Danke für die guten Tipps 🙂 Leider kenne ich das nur zu gut. Da liegt er in einer bestimmten Position und ich denke „oh mei… wie süß… das musst du echt schnell mal fotografieren“ und das Ergebnis ist dann leider enttäuschend. Gerade wenn er noch die Augen geschlossen hat… schwarzer Fleck auf Sofa…. als Bild nicht vorzeigbar 😉

    Reply
  • Hier 7. September 2015, 23:33

    hi sehr toller Beitrag,und sehr schöne hundefotos.
    liebe grüße

    Reply
  • Miguel 18. September 2015, 10:26

    Schöner Beitrag mit tollen Fotos! 🙂 Ich habe vor kurzem das Filmen von meinem Lieben für mich entdeckt. Kleine Kostprobe hier: https://youtu.be/g1I7Y9a6QGc 🙂

    Reply
  • Erik 19. Oktober 2015, 18:35

    Super Beitrag! Könnt ihr mir ein gutes Objektiv für die Canon 600D empfehlen?

    Reply
  • Lana 21. Oktober 2015, 16:15

    Danke für den Beitrag. Dann sollte ja beim Fotografieren nichts mehr schief gehen! 🙂

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    • Tanja Häußler 22. Oktober 2015, 16:58

      Genre Lana, viel Spaß wünsche ich Dir dabei!
      LG Tanja

      Reply
  • Hundemantel 3. November 2015, 15:18

    Vielen Dank Tanja für den Beitrag. Ich finde ja oft, dass es weniger das Problem ist dass die Belichtung stimmt, oder das stillhalten, mehr dass der Hund meißtens kurz vor dem abklicken irgendwie den Kopf falsch positioniert, die Zunge falsch raus streckt oder leichte Bewegungen macht.

    Aber gerade Hunde mit schwarzen Fell sind sehr schwer zu fotografieren. Mit meiner 500d habe ich es bei einem schwarzen belgischen Schäferhund nicht hinbekommen 🙁

    Reply
  • Claudia 17. März 2016, 11:21

    Oh ja, schwarze Hunde – vor allem die, die sich ständig bewegen.. Meine setzen sich ganz gerne mal zur Fotosession hin, weil sie wissen dass es danach eine Belohnung gibt aber ich muss wirklich oft nachbearbeiten und man will natürlich nicht dass das schwarze Fell dann ganz hell raus kommt. Am schönsten werden die Bilder im Schnee! Vielen Dank für die Tipps, werden wir mal ausprobieren.

    Reply
  • Svetlana 17. Juni 2016, 21:17

    Vielen Dank für die Tipps!
    Muss ich direkt mal umsetzen 🙂

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  • Andre Leisner 25. Januar 2017, 14:01

    Hallo Tanja,

    toller Artikel. Du hast in den Artikel alles aufgeführt, was für ein gutes Hundebild beachtet werden sollte. Ergänzend dazu kann ich die Bildbearbeitung empfehlen in Lightroom oder Photoshop. Ich habe dazu hier einen Artikel http://photography-leisner.de/8-tipps-hundefotos/.

    Photoshop finde ich generell in der Porträtfotografie besser, da man hier mit einzelnen Ebenen Arbeiten und die Deckkraft der Arbeitsschritte anpassen kann. Gerade bei Hunden mit dunklem Fell finde ich Dodge and Burn großartig, um das Fell etwas aufzuhellen, für mehr Details und einen größeren Dynamikumfang.

    Viele Grüße
    André

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