Hans Schlegel

Liebe Hundefreunde,

für viele Hundehalter ist es ein ungelöstes Rätsel. Da geht man oft schon jahrelang in die Hundeschule oder auf den Trainingsplatz, und doch sind viele Halter nicht mit den Ergebnissen zufrieden. Der Grund: Auf dem Trainingsgelände und in der Hundeschule klappt alles tadellos oder zumindest zufriedenstellend. Sobald der Hund jedoch in der „normalen“ Umwelt mit Reizen konfrontiert wird, scheint er das so mühsam Erlernte plötzlich vergessen zu haben.

Dieser und noch vielen anderen Fragen bin ich im folgendem Interview mit dem bekannten Tier- und Hundetrainer Hans Schlegel aus der Schweiz auf den Grund gegangen.

Frage: Hallo Hans, zunächst möchte ich mich bei Dir bedanken, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Du bist in der Hundeszene als Pionier bekannt, der die Mensch- Hund- Beziehung völlig neu definiert hat. Durch die großen Erfolge Deiner Methode orientieren sich mittlerweile viele bekannte Experten, wie der Mitbegründer von CANIS, Michael Grewe, sowie zahllose Hundeschulen an Deiner Pionierarbeit.

Dein Ansatz besteht darin, dass Du den Unterschied zwischen Bindung und Beziehung klar definiert hast. Also nicht mehr Leckerlis, sondern Persönlichkeit als Basis einer erfolgreichen Mensch- Hund Beziehung. Wie bist Du darauf gekommen?

Hans Schlegel: Das war harte, jahrelange Arbeit im Alleingang. Ich arbeite bereits seit 30 Jahren nach dieser Methode. Ihr liegt das fundierte Naturprinzip der Beutegreifer „Bewegung – Disziplin – Zuneigung“ zugrunde. Fast 20 Jahre lang habe ich alle Phasen des Erfolgs durchgespielt: Zuerst wurde ich belächelt, dann beneidet, dann beschimpft und verdrängt und schlussendlich für die anhaltenden Erfolge akzeptiert.

Das Verstehen der Methode setzt voraus, dass die Motivprogramme eines Verhaltens genau beobachtet werden. Diese Arbeitsweise liegt mir seit je her im Blut, denn ich arbeite so auch mit Raubkatzen und Greifvögeln. Das Einhalten einer Methode und das Verstehen ihrer natürlichen Grundprinzipien stellen bei der Arbeit mit einem Raubtier die Lebensversicherung für den Trainer dar.

Hunde haben die genau gleichen Prinzipien, nur das Risiko, dass der Mensch bei eigenem Fehlverhalten getötet wird, ist deutlich geringer, weshalb in der Hundeausbildung während vieler Jahre eher auf Vermenschlichung, Locken und Bestechen gesetzt wurde. Für mich ist besonders wichtig, dass dem Tier allgemein und dem Hund im Besonderen möglichst natürlich gegenüber getreten wird, ohne die Stimme zu verstellen oder den Körper zu verrenken. Ein natürlicher, authentischer Auftritt bringt die schnellsten und nachhaltigsten Erfolge!

Frage: Du verzichtest beim Aufbau der Beziehung zum Hund auf gängige Hilfsmittel wie Spielzeug oder Leckerlis. Stattdessen baust Du eine Kommunikationsebene mit viel Herz und Verstand auf. Was ist der entscheidende Faktor bei Deiner Art des Aufbaus der Beziehungsebene?

Hans Schlegel: Die Berücksichtigung der natürlichen Motivprogramme der Beutegreifer und der weitestmögliche Verzicht auf die Leine, damit der Mensch als Beobachter und Leader seine Sinne schärfen kann. Der Hund wiederum kann dadurch frei lernen. Nur ein freier Hund lernt die wirkliche Freiheit kennen. Wenn Respekt und Vertrauen im Gleichgewicht sind, ist Harmonie die Ernte.

Frage: Seit Jahren arbeitest Du hoch erfolgreich ohne Leine mit den Hunden. Ein wesentlicher Punkt bei Deiner Methode ist die strikte Unterscheidung zwischen „sozialem Lernen“ und „formalem Lernen“. Kannst Du das für meine Leser genauer erläutern?

Hans Schlegel: Da muss ich etwas weiter ausholen, um die Zusammenhänge verständlich zu machen. Dass die Kynologie noch sehr wenig über die ganzheitliche Mensch-Hund-Beziehung weiß, wurde mir erstmals anlässlich einer wissenschaftlichen Studie so richtig bewusst, in die die Schweizer Kriminalpsychologin und Doktorandin Jennifer Steinbach die Mensch-Hund-Beziehung und mich im Rahmen ihrer Doktorarbeit eingebunden hatte.

Bestätigt hat sich diese weitgehende kynologische Unkenntnis sodann beim internationalen Fachsymposium in Teisendorf im Mai letzten Jahres, an dem die Kollegen Anton Fichtelmeier, Jan Nijboer, Michael Grewe und Thomas Baumann teilgenommen haben.

Martin Rütter war ebenfalls als Referent geladen gewesen, sagte aber wegen kurzfristiger Erkrankung ab, was sehr schade war, denn wir hätten seine Arbeitsansätze und Begründungen zum Thema gerne auch gesehen, zumal jedenfalls ich ihn noch nie mit einem wirklich schwierigen Hund live und ohne Vorbereitung 1 zu 1 erlebt habe.

Interessant im Vergleich waren die Methoden von Anton Fichtelmeier und Jan Nijboer, denn beide haben deutlich erkennbar über Jahrzehnte eine eigene Methode aufgebaut. Obwohl jeder von uns Experten auf seine Weise arbeitete, gab es bei Kernfragen immer wieder klare Übereinstimmungen in unseren Methoden.

Das Publikum dieses Fachsymposiums bestand vorwiegend aus Inhabern von Hundeschulen, Trainern und Tierpsychologen. Als ich in meinem Vortrag von der Mensch-Hund-Beziehung und von Motivprogrammen, Stärkeverhältnissen, Diagonalanalyse und dem Unterschied zwischen einer Bindung und einer Beziehung zu sprechen begann, sah ich in entgeisterte Gesichter und wurde gewahr, dass die Hundewelt zwar sehr viel über Hunde weiß, aber vom Wichtigsten in der Mensch-Hund-Beziehung, nämlich ihrer fundierten Differenzierung zwischen „sozialem Lernen“ einerseits und „formalen Lernen“ andererseits keine Ahnung hat.

In zahlreichen nachfolgenden Gesprächen mit den Teilnehmern des Symposiums kristallisierte sich heraus, dass die allermeisten glaubten, die Neutralität eines Hundes gegenüber Umweltreizen könne durch das formale Lernen, also über „Fuß“, „Sitz“ und „Platz“ erzielt werden.

Welch ein Irrtum! Umwelttauglichkeit kann nur über das soziale Lernen erreicht werden, also über die Glaubwürdigkeit des menschlichen Leaders gegenüber seinem Kooperationspartner Hund. Damit der Hund diese Kooperation auch lernen kann, muss er ohne Leine in Freiheit erzogen werden. Denn abhängig von Reiz und Situation müssen alle Wege für sämtliche Reaktionen des Hundes stets offen sein – nur so ist es möglich, den nächsten Erziehungsschritt zu definieren, der je nach Temperament und Gelassenheit des Hundes stark variieren kann.

Voraussetzung dafür ist, dass Mensch und Hund möglichst natürlich miteinander umgehen und sich auf einander beziehen, was auf der mentalen Ebene und nicht mit Leine, Schleppleine, Wurst und Spielzeug geschieht.

Frage: Worin liegt Deiner Einschätzung nach der Hauptgrund, dass Situationen auf dem Trainingsgelände oder in der Hundeschule nicht 1:1 auf die natürliche Umwelt des Hundes übertragen werden können? Welche Fehler werden hier gemacht? Und warum ist es so wichtig, zwischen Beziehung und Bindung zu unterscheiden?

Hans Schlegel: Der Hauptgrund dafür, dass das auf dem Hundeplatz oder in der Hundeschule Erlernte außerhalb nicht funktioniert, liegt darin, dass die Hundehalter mit dem formalen Lernen anstatt mit dem sozialen Lernen beginnen. Sobald der Hund sich in der Obhut seines Halters befindet, wird „versucht“: Es wird versucht, ihm mit Futter das „Sitz“ beizubringen, ihn zu sich zu locken, damit er anschließend an der Leine eingeschränkt werden kann, und so weiter und so fort – und am Schluss ist der Halter nur noch froh, wenn der Hund überhaupt zu ihm kommt.

In der Welpenschule geht das Desaster weiter. Dort wird versucht, den Welpen an andere Hunde zu gewöhnen – der Mensch wird dabei meistens im Regen stehen gelassen. Dann versucht der Halter, seinen Hund von der mobbenden Hundegruppe wegzulocken – mit Leckerlis, versteht sich. Im ersten Erziehungskurs wird weiter versucht, den Hund mittels Locken und Bestechen dazu zu bringen, an der Leine zu gehen, „Sitz“ und „Platz“ zu machen und was nicht sonst noch alles.

Niemand merkt, dass der Hund ohne Locken gar nicht mehr funktioniert. Wenn die ersten Schwierigkeiten auftreten, sind die Hundetrainer heillos überfordert, und weil niemand mehr weiter weiß und der Hund in der Erziehungsgruppe störend geworden ist, wird versucht, Hund und Halter in die „Plausch- oder Spiel- und Spaßgruppe“ zu verschieben. Der Anfang eines unschönen Endes hat begonnen …

Soziales Lernen beginnt beim Hundehalter. Die meisten wissen, was sie nicht wollen, tun sich aber schwer, genau zu formulieren, was sie wollen. Soziales Lernen heißt: Wir versuchen nichts, sondern tun etwas, damit wir gemeinsam Schritt für Schritt ans Ziel kommen. Das bedeutet: Wir verkaufen unsere Seele und Persönlichkeit nicht für ein Stück Wurst. Wir setzen uns mit dem Hund auseinander und uns auch durch. Dafür geben wir viele herzliche und sanfte Streicheleinheiten – wir bringen uns ein. Das Resultat: Durch Respekt und Vertrauen entsteht eine harmonische Beziehung.

Der Hund hat verstanden, dass sein menschlicher Partner sehr lieb ist, jedoch sämtliche Ressourcen kennt, sich immer und überall konsequent durchzusetzen. Merkst Du jetzt den Unterschied dieser beiden lerntheoretischen Ansätze? Locken und Bestechen führt bestenfalls zu einer Bindung, wenn kein Reiz auf den Hund wirkt. Aber genau dann, wenn es darauf ankommt, funktioniert es nicht. Zusammengefasst ausgedrückt: Die Mehrzahl der Hundehalter hat in reizarmer Umgebung eine liebevolle, materielle Bindung zu ihrem Hund – bei reizstarker Umgebung jedoch eine katastrophale Beziehung!

Frage: Ein Ansatz Deiner Methode ist auch, den Hund beim „sozialen Lernen“ nicht mit Leckerlis zu belohnen. Kann die Belohnung mit Futter dazu führen, dass das Erlernte zu einer territorialen Verknüpfung führt?

Hans Schlegel: Das ist die Krux der falschen Vorgehensweise. Bevor das soziale Lernen nicht abgeschlossen ist, sollte nicht mit dem formalen Lernen angefangen werden. Im sozialen Lernen wird zwar auch mit Futter konditioniert, aber nur eine bestimmte Zeit lang, nämlich genau neun Trainingseinheiten, und dann beginnt die Verankerung. In der Verankerungszeit gibt es bei korrekter Ausführung ein ruhiges, herzliches verbales Lob. Futter allein lässt sich nur territorial verknüpfen, jedoch erreicht die Neutralität auf Reizsituationen nicht.

Es ist mehr das Verhalten der Menschen, die Erfolg und Misserfolg mitbestimmen. Auf dem Trainingsplatz sind sie viel konzentrierter und lockerer als auf der Hundewiese oder auf dem Spaziergang, und das merkt der Hund. Wer mit Futter lockt und besticht, darf sich nicht wundern, wenn ein Hase das Interesse des Hundes mehr weckt als sein Wurstspender Mensch und der Hund ihn dafür entsprechend wie eine große Wurst im Walde stehen lässt. Wenn der Hund dann endlich wieder da ist und dafür auch noch eine Wurst bekommt, dann ist das Dilemma perfekt. Auf diese Weise entstehen sogenannte Brücken, die territorialisierte Charaktere formen.

Frage: Wenn Hundehalter registrieren, dass das ganze Training ihnen nicht weiterhilft, sobald der Hund Umweltreizen ausgesetzt ist, reagieren sie oft mit Frustration. Für diese Halter bedeutet diese Erkenntnis ein großes Problem, weil sie nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Der Hund spürt natürlich sehr genau die Gefühlslage seines Menschen. Wird dadurch das nicht erwünschte Verhalten des Hundes nicht noch verstärkt, so, dass daraus ein regelrechter Teufelskreislauf entsteht?

Hans Schlegel: Und ob, denn die „Wurstfraktionen“ haben verlernt, sich selbst herzlich zu loben. Also stecken sie ihr Herz in die Wurst und ihre Energie in den verbalen, emotionsgeladenen Tadel, was beim Hund, weil keine konkrete Handlung auf ein Fehlverhalten folgt, sondern nur emotional gepflasterte Ignorierversuche, als Zuneigung interpretiert wird. Folgende Verknüpfung entsteht beim Hund: Je mehr Blödsinn ich mache, desto mehr werde ich beachtet und betreut – ein immer schlimmer werdender „Teufelskreis“ ist in Gang gesetzt.

Wird dann nach der Standpauke nochmals gelockt, ist bereits die Mitte des „Teufelskreises“ erreicht: Die Betroffenen beginnen zu jammern, und der Hund hat seinen lieben Spaß an der Sache. Es ist unmöglich, zu jammern und gleichzeitig zuzulassen, dass einem der Hund permanent auf der Nase herumtanzt!

Frage: Wie kann mir die von Dir entwickelte Schlauchtechnik dabei behilflich sein, dass der Hund in jeder Umweltsituation neutral reagiert?

Hans Schlegel: Sehr wenig! Es ist das Tun und die damit verbundene innere Einstellungsänderung des Halters, die die Veränderung zum Positiven bewirkt. Ich habe schon Weinkorken genommen, um das Ergebnis zu prüfen – mit gleichem Erfolg. Warum Schläuche? Wenn der Schlauch einen Triebabbruch verursachen soll, dann muss er später mit einem Apportierspiel neutralisiert werden können.

Das geht mit Korkzapfen, wie wir Schweizer sagen, weniger gut. Einen Schlauch kann ich – anders als einen Weinkorken – sicher auf bis zu zwanzig Meter werfen und mir dadurch beim Hund auch auf Distanz präzise den notwendigen Respekt verschaffen. Schläuche helfen somit, die Lernprinzipien „Bewegung – Disziplin – Zuneigung“ in der perfektesten Form in die Tat umzusetzen.

Frage: Ich möchte kurz auf Deine Schlauchtechnik eingehen. Diese Technik wird mittlerweile von vielen Hundetrainern und -haltern eingesetzt. Allerdings habe ich das Gefühl, dass die meisten nicht wissen, was sie da tun. Der Großteil der Hundetrainer, die mit dem Schlauch arbeiten, will damit eine unerwünschte Reaktion zum Abbruch bringen. So weit, so gut.

Die korrekte Auflösung der Schlauchtechnik nach Deiner Methode jedoch wird, wenn überhaupt, nur äußerst selten durchgeführt. Wie wichtig ist dieser abschließende Schritt?

Hans Schlegel: Kopiert wird immer dann, wenn etwas erfolgversprechend ist. Wird aber kopiert, ohne die Hintergründe zu kennen, kann das fatale Folgen haben. Mir ist aufgefallen, dass heute viele Hundetrainer den Zischlaut der Schlauchtechnik verwenden und dann mit Wasser oder PET-Flaschen arbeiten oder den Hund sogar mit der Hand berühren. Wenn die hinter der Methode stehende Philosophie nicht bekannt ist, nützt die beste Methode nichts, sondern schadet nur.

Auch die Grundsätze der herzlichen Tierkommunikation und des Longierens sind von vielen Hundetrainern bis heute nicht verstanden worden, werden aber kopiert und verwässert an Kunden weitergegeben.

Die Auflösung der Schlauchtechnik ist extrem wichtig. Je nach Hund und Team wird aus der Neutralisierung ein spannendes Spiel. Allerdings muss eine individuelle Betreuung erfolgen, damit die Abfolge gesichert ist, denn nur sie führt zum Erfolg.

Ohne Anamnese und Neutralisierung ist die Schlauchtechnik auf jeden Fall für die Hälfte aller störenden Verhaltensweisen ungeeignet.Falsche Zischlaute müssen unbedingt im Rahmen einer Desensibilisierung wieder neutralisiert werden.

Frage: Was sind die „ sechs mentalen Schlüssel“, auf die Du Deine Philosophie aufbaust?

Hans Schlegel: Wie schon gesagt, wissen viele Hundehalter, was sie nicht wollen, können jedoch nur schwer definieren, was sie wollen. Die sechs Schlüssel helfen ihnen, ihre Ziele klar zu formulieren.

Diese sechs Schlüssel sind:

1. Einstellung
2. Wissen
3. Technik
4. Zeit (haben zu wollen)
5. Sicherheit
6. Fantasie

Sie lassen sich wie folgt zusammenfassen: Wer die richtige Einstellung für sich selbst und seine Umwelt gefunden hat, legt sich als Nächstes das notwendige Wissen zu, damit er seine Ziele auch erfolgreich erreichen kann. Die passende, individuell auf den Hund zugeschnittene Technik hilft seinem Halter, die einzelnen Erziehungsschritte sicher zu verankern. Das Bewusstsein, dass jedes Wachsen Zeit braucht, gibt ihm innere Sicherheit. Seine Fantasie rundet schließlich die Erziehung ab und garantiert ihm und seinem Hund viel Spaß beim täglichen Spazierengehen.

Frage: Nachdem das „soziale Lernen“ abgeschlossen ist, folgt das „formale Lernen“. Dieses begründest Du auf vier Eckpfeilern. Was sind diese Eckpfeiler und wofür sind diese überhaupt notwendig?

Hans Schlegel: Die vier Eckpfeiler sind:

1. Leinenarbeit
2. Freifolge
3. Platz aus der Bewegung mit integrierter Freiablage
4. Abrufen aus dem Spiel mit integriertem ruhigen Sitzen
Es braucht sie immer dann, wenn Hunde unerwünschtes Jagdverhalten zeigen, also beispielsweise Katzen, Hasen oder Rehe verfolgen.
Die sichere Ausführung dieser vier Eckpfeiler, die der natürlichen Konfrontationstheorie von Beutegreifern entstammen, gilt als Voraussetzung dafür, dass Konfrontationen reizneutral durchgeführt werden können.

Die Konfrontationstheorie gliedert sich in drei Abschnitte:

1. Selbsterfahrung
2. Gezielte Konfrontation
3. Kontrollierte Konfrontation

Alle drei Konfrontationen verankern die Neutralität gegenüber Außenreizen und verhindern, dass der Hund unerwünschtes Jagdverhalten zeigt.

Frage: „Bewegung – Disziplin – Zuneigung- ein neues Programm in nur drei Tagen“ ist eine aktuelles Trainingsprogramm von Dir. Wie kamst Du darauf?

Hans Schlegel: Bei meiner Arbeit mit Raubkatzen und anderen Wildtieren erkannte ich schon früh die Bedeutung der Motivprogramme von Beutegreifern. Hunde haben die gleichen Motivprogramme, nur sind sie viel stabiler in ihren Reaktionen, wenn der Mensch einen Fehler macht, als etwa Löwen.
Die drei Lernprinzipien beziehen sich auf den Menschen:

1. Bewegung – Langsame Ausführungen mit klaren Koordinaten ergeben Kooperation.
2. Disziplin – Um ein Tier positiv zu beeinflussen, ist viel Eigendisziplin erforderlich. Es braucht Beständigkeit, Beharrlichkeit, Konsequenz und innere Ruhe.
3. Zuneigung – Herzlichkeit und eine positive innere Grundstimmung führen zur Harmonie.

Apropos Herzlichkeit: Kein anderes Lebewesen auf diesem Planeten als der Mensch verkauft seine Seele für ein Stück Wurst – und trägt doch stets sein Herz am rechten Fleck. Bedenkenswert, oder?

Frage: Wie wichtig ist es für den Hund, dass er die Souveränität und stetige Kontrolle seines Menschen in jeder Situation spürt?

Hans Schlegel: Souveränität und Kontrolle polarisieren sich. Allein schon, wenn sich der Hundehalter nur selbst unter Kontrolle hält, ist er bereits souverän. Der Hund spürt diese Stärke, die von innen kommt, augenblicklich und fühlt sich wohl. Ein souveräner Mensch strahlt innere Gelassenheit und Ruhe aus. Diese Kraft zieht den Hund wie einen Magneten an.

Der Hund beginnt, sich seinem Leader anzubieten. Das Ergebnis sind Freude, Spaß und Harmonie. Eine Beziehung kann nicht mit „Fuß – Sitz – Platz“ erreicht werden. Sie kann nur wachsen – und dazu müssen sich zwei Lebewesen aufeinander beziehen.

Frage: Ich kann in letzter Zeit einen deutlichen Trend hin zur teilweise übersteigerten Körpersprache des Menschen in der Kommunikation mit dem Hund erkennen. Rufsignale werden nur noch eingesetzt, wenn der Hund die körpersprachlichen Signale seines Menschen ignoriert oder einfach nicht wahrnimmt. Grundlage ist die Erkenntnis, dass Hunde untereinander eben auch überwiegend mit Gesten und mit Körpersprache kommunizieren. Was ist Deine Meinung dazu?

Hans Schlegel: Das ist ein neuer Trend. Die Körpersprache stellt eine sehr starke Kommunikationsform dar, die allerdings voraussetzt, dass die Persönlichkeit, die sich diese Sprache zunutze macht, auch überzeugen kann. Menschen, die ihren „Leichnam“ am Morgen aus dem Bett schleppen und durch den Tag schleifen und überglücklich sind, dass sie ihn am Abend wieder ins Bett bringen können, sind meiner Ansicht nach „Schlappis“ und können Körpersprache üben, solange sie wollen: Kein Hund wird auf ihre Signale jemals ansprechen.

Selbstbewusste Menschen dagegen müssen diese Sprache nicht lernen, sie leben diese Sprache von Haus aus authentisch mit der Folge, dass ihnen der Hund freudig folgen will.

Frage: Ebenfalls ein neuer Trend ist, dass der Hund sein Fressen nicht mehr einfach so, sondern nur noch als Belohnung für eine Leistung erhält, so zum Beispiel für das Apportieren eines Gegenstandes oder für Ausführen eines Befehls. Was hältst Du davon?

Hans Schlegel: Dieser Trend ist schlichtweg Unfug, denn es wurde schon vor längerer Zeit wissenschaftlich belegt, dass diese Vorgehensweise allen lerntheoretischen Grundsätzen widerspricht. Apportierspiele nach Abschluss des sozialen Lernens sind tolle Auslastungsmodelle, die den Hund „bei Laune“ halten. Apportier- und Suchspiele fördern aber vor allem seine Kooperationsbereitschaft nach dem sozialen Lernen.

Die fatalsten Fehler, die in der Erziehung gemacht werden, sind:
• Kommunikatives Spazierengehen → den Hund permanent bequatschen
• Würstchen in Baumrinde verstecken → Auslastung kommt erst nach dem Beziehungsaufbau
• Wald- und Wiesenagility → Aktion kommt ebenfalls erst nach dem Beziehungsaufbau (in der Ruhe liegt die Kraft)

Lieber Hans, vielen Dank, dass Du Dir Zeit für dieses Interview genommen hast und vielen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Fragen. Ich wünsche Dir mit Deinen Ansätzen weiterhin tolle Erfolge und wünsche Dir für die Zukunft alles Gute!

Wer mehr über Hans Schlegel erfahren möchte, kann sich hier oder hier  informieren. Ich empfehle, Hans Schlegel einmal live zu erleben, vielleicht ist er auch schon bald in Ihrer Nähe?

Ich hoffe, euch hat das Interview genau so viel Spaß gemacht, wie mir.

Eure Tanja

Copyright:

 

 

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Interview mit dem bekannten Hundeprofi Hans Schlegel

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  • Jutta Schmid 8. Juni 2012, 18:53

    Eine sehr ausführliche Information über die Philosophie von Hans Schlegel! Danke für dieses interessantes Interview!

    Reply
  • Sandra Schael 8. Juni 2012, 23:32

    Wow, ein tolles Interview. Sehr informativ und es weckt die Lust auf mehr. Wenn ichs iiiiirgendwann mal einrichten kann, dann werde ich mir sicher mal ein Seminar gönnen. Mir und vor allem meinen Hunden. Danke für die Informationen…..

    Reply
  • Regina Falkus 6. Januar 2013, 17:40

    Ein super Interview mit Hans Schlegel. Alles drin was man über Schlegel’s Philosophie wissen sollte ohne gleich sein ganzes Arbeitsbuch lesen zu müssen, was sich aber auf jeden Fall lohnt, wenn man in seiner Beziehung bzw. Bindung zum Hund etwas ändern bzw. erst eine bekommen möchte.
    Hans Schlegel hat im Oktober 2012 in Frankfurt meinen spanischen Mischling Calli neutralisiert. Calli zeigte zwei unerwünschte Verhaltensmuster: Jagen und Aggression gegen fremde Rüden. Ein Horror
    spazieren zu gehen, wenn schönes Wetter ist und viel los ist.
    Ich habe jetzt beide Baustellen unter Kontrolle. Hasen, Rehe, Katzen etc. sind Nebensache geworden und an Rüden geht er reizlos vorbei.
    Und hier ist immer OHNE LEINE gemeint.
    Dank Hans Schlegel’s Dog Training System können wir jetzt endlich entspannte Spaziergänge unternehmen.

    Reply
    • Sylvia 22. Januar 2013, 19:09

      Hallo Regina,

      ich bin auch ein totaler Fan von Hans Schlegels Methode. Leider habe ich ihn noch nicht persönlich kennen lernen dürfen. Mich würde jetzt mal interessieren wie mit deinem Hund gearbeitet wurde, warst du bei einem Seminar oder hattest du Privatunterricht. Ich überlege nämlich schon sehr lange an einem Seminar teilzunehmen. Was mich immer wieder davon abhielt, sind die doch sehr hohen Kosten.
      Darf ich fragen, was dich das Training gekostet hat.

      Liebe Grüße
      Sylvia

      Reply
      • Regina Falkus 12. Februar 2013, 15:13

        Hallo Sylvia,
        ich habe dein Statement erst heute gelesen. Ich habe bei Hans Schlegel
        ein Seminar besucht (€ 80) und am nächsten Tag eine Wesenanalyse und
        Anamnese durchführen lassen. Bei dieser Methode wird festgestellt warum ein störendes Verhalten oder eine Verhaltensstörung vorliegt. Dies erfolgt anhand genauer Ursachenbestimmung, danach eine Desensibilisierung der Störung damit DU dann die Chance hast, gewünschtes Verhalten zu sensibilsieren.
        Der Hund wird auf die Schläuche und den Zischlaut konditioniert. Danach
        gehst Du mit dem Hund spazieren und wie ein Wunder, vorher habe ich
        Calli ständig kontrolliert, jetzt schaut er wo ich bin und was ich mache.
        Der Schlauch ist ein Triebunterbrecher kein Objekt mit dem man auf den
        Hund wirft, der Hund wird nicht berührt. Auch Schlegel berührt den Hund
        kein einziges Mal, wenn er die Wesensanalyse durchführt, nur seine Assistentin, die in der Nähe des Hundes bleibt, lobt ihn zu ganz bestimmten Momenten, die Schlegel ihr dann sagt. Was Du noch wissen musst DU musst deine Einstellung total ändern, so wie Du bist benimmt sich auch der Hund. Ich musste alle Ängste: oh je jetzt kommt ein Hund und Calli kann ihn nicht leiden abbauen und ebenfalls wie mein Hund jetzt
        ruhig den anderen passieren. Die ganze Geschichte ist nicht billig die
        1,5 Stunden kosten 395 Euro. Und danach braust Du noch ca. 10 Wochen konsequente Durchführung seines Programmes. Dann klappt es aber.
        Ich habe schon 5 Hundetrainer in 4 Jahren konsultiert und bestimmt bei jedem genausoviel Geld gelassen und es hat nichts geholfen. Und ein Antijagdkurs kostet richtig Geld und hilft nicht bei Rüdenfeindlichkeit,
        dieser Kurs kostet dann extra. Das hatte ich alles in einem Preis.
        Wie schon gesagt er jagt auch nicht mehr, ich kann ohne Leine um einen Hasenbau herumgehen und auch einer Katze nachlaufen, kein Problem. Ein Waldspaziergang ist jetzt total entspannt. Ich gehe am 23.03. in Frankfurt noch in eine Privatstunde (€ 200) mit Calli um das Schlauchtraining aufzulösen.
        Anschließend wird noch meine Schäferhündin neutralisiert,
        wenn Du einmal einen Schlegelhund hast willst Du keinen anderen mehr haben. Meine Schäferhündin jagt alles was klein ist und ist auch sehr
        territorial veranlagt. Ich möchte diesen Hund auch mit einem Zischlaut
        beherrschen können. Das ist mir das Geld bzw. mein Hund wert, denn für
        Calli spreche ich jetzt eine klare Sprache und mache ihn nicht mit meiner Unsicherheit verrückt.

        Reply
        • Holger Pissot 8. April 2014, 18:05

          Hallo Regina.

          Wie komme ich denn an einn Unterricht nach der Schlegel-Mehode ausserhalb der Schweiz?? Wohne in München.

          Danke fü eine Idee. Holger

          Reply
  • Danny 13. Februar 2013, 20:23

    Hallo Tanja

    Ich beobachte Deinen Blog schon länger und mit diesem Interview hast Du wieder mal nen Hammmer gelandet. Schade dass Hans Schlegel für seine Ideen beschimpft worden ist aber so gehts wohl allen die schlussendlich recht haben. Mit derselben Taktik, wenn man es so nennen kann, bin ich auf meine Tiger und Leoparden in Thailand zugegangen und ich habe Dinge mit ihnen gemacht die anderen Zuschauern die Kehle zugeschnürt haben.

    Tiere sind Tiere und Menschen sind Menschen. Das muss auch bei der Erziehung greifen, sonst wird das nichts.

    Ich bin voll des Lobes für Dich Tanja, denn Du machst hier wirklich erstklassige Arbeit. Und Du weisst wovon Du redest. Ich würde mir momentan keinen Hund mehr zutun weil ich mir der Verantwortung die ich diesem Tier gegenüber habe voll bewusst bin.

    Daumen hoch und weiter so

    Freundliche Grüsse

    Danny

    Reply
    • Tanja Häußler 14. Februar 2013, 19:34

      Hallo Danny,

      vielen Dank für das tolle Kompliment. Ja, der Hans ist schon eine Klasse für sich. Aber jeder, der so erfolgreich ist, hat eben auch Neider und Kritiker. Ich finde es im Übrigen toll, wenn Du so ehrlich zu Dir selber bist und sagst, ja, ich hätte gerne (wieder?) einen Hund, kann aber im Moment die Verantwortung nicht dafür übernehmen und muss deshalb im Interesse des Hundes verzichten. Wenn jeder so eine vernünftige Einstellung hätte, gäbe es weit weniger traurige und einsame Hunde in unseren Tierheimen.

      Herzliche Grüße

      Tanja

      Reply
  • Mirko Chalupper 18. April 2013, 00:01

    Toller Artikel,
    ich war gestern bei Schlegel Live in Stuttgart und kann jedem nur empfehlen für 80€ daran teilzunehmen. Von mit gibts fürs Abliefern von KÖNNEN, Daumen Hoch.

    Reply
  • Stefan Freiberger 13. März 2014, 07:17

    Ich darf endlich Hundeerziehung richtig erlernen. Habe, glaube ich, eine besondere Affinität zu Hunden (ohne Ausnahme), wußte aber nie, sicher mit ihnen umzugehen. Kurze Infos: Kisha (Shar-Pei-Mix), 10 Jahre, mindestens 2 x im Tierheim in ihrem Leben, zuletzt 5,5 Monate, lief als „Sorgenkind“, schwer vermittelbar. Holte ich nach 3 x Gasigehen raus. Ist meiner erster eigener Hund. Lief 6 Wochen prima, ohne Leine ab dem 2. Tag. Konnte gar nicht glauben, daß sie „schwierig“ sei. Dann begannen die Probleme, Panik breitete sich aus, sie meinte es ernst (alles was nicht bei 0 auf dem Baum war, wurde angegriffen…). 2 Hundetrainern vorgestellt, keiner überzeugte. Erinnerte mich an Hans Schlegel (da war doch einer, der Dich vor 20 Jahren im Fernsehen so beeindruckte…). Wesensanalyse / Anamnese gebucht. Wollte nur wissen, ob noch was zu machen sei, oder ob sie völlig „versaut“ ist. Überraschung: Hundeerziehung begann sofort. Darauf war ich gar nicht vorbereitet. Aber ich spürte sofort: das ist es! Seit 23.11.13 ziehen wir nun die Hundeerziehung nach Hans täglich konsequent durch und siehe da: Bereits jetzt ist Kisha soweit im Griff, daß wir (nach anfänglicher „Abkühlungsphase“ von 15 Minuten) ohne Leine durch alle Münchner Parks laufen können, ohne gefährliche Vorfälle. Sie ist zwar ein „sturer Bock“ (kaum zu beeindrucken), aber das macht nichts. Brauchen wir eben ein bißchen länger. Was Hans im Interview sagt, kann ich nur voll bestätigen. Erstmals in meinem Leben habe ich nicht nur das Gefühl, daß ich den sicheren Umgang mit einem Hund von Grund auf und vor allem RICHTIG erlerne. Denn es funktioniert bestens! Wir halten uns exakt ans (für Kisha individuelle) Programm, welches aber auch nicht wirklich schwer ist. Das einzig „schwere“ ist, Selbstdisziplin zu üben (keine Nachlässigkeiten), und die Flinte nicht ins Korn zu werfen, wenn man mal einen Fehler gemacht hat. Aber wer seinen Hund liebt (und nicht nur als Spielzeug oder Accessoire sieht), tut ihm diesen „Gefallen“ doch sowieso, oder? Und weiter geht’s… immer weiter. Ich bin äußerst dankbar, daß es Hans gibt, er diese Methode entwickelt hat und ich sie erlernen darf (ja, das meine ich genau so). Das beste, was Kisha und mir passieren konnte und allen anderen Hunden mit ihren Haltern passieren kann! Jetzt kann Kisha endlich ein zufriedener, ja glücklicher Hund werden. Der sie zuvor wohl ganz sicher nicht war.

    Reply
    • Tanja Häußler 22. März 2014, 23:32

      Lieber Stefan,

      vielen Dank für Deinen sehr interessanten und ausführlichen Kommentar. Es freut mich sehr, dass Du die Herausforderung mit Deiner Kisha angenommen hast, Respekt, so einen Hund mit 10 Jahren aus dem Tierheim zu holen, das finde ich toll. Und auch, dass Du nicht aufgegeben hast, nach professioneller Hilfe zu suchen. Und es freut mich ganz besonders, dass es letztendlich der Hans war, der Dir helfen konnte. Ja, er ist schon eine Klasse für sich und dabei auch noch ein ganz Netter!

      LG Tanja

      Reply
      • Stefan Freiberger 24. März 2014, 11:32

        Danke für die Blumen, Tanja!
        Ja, der Hans ist eine ganz besondere Klasse für sich. Er lebt vor, was er „predigt“. Kann ich sicher jetzt schon sagen, auch wenn ich noch nicht viel persönlichen Kontakt hatte.
        Aber ich darf ihn am 31.05. im Münchner Hirschgarten bei „Schlegel live“ erleben (natürlich mit Kisha). Freue mich wie ein kleines Kind!
        Und nicht zu vergessen: Die von ihm persönlich ausgebildeten und zertifizierten Lernprozeßbegleiter (bei mir: Rolf LÖHLE) dürfen keinesfalls vergessen werden. Sie machen den Job nach dem Hans (war erst gestern wieder auf einer sehr wertvollen Lernkontrolle). Das Lernkonzept und die -methode sind m.E. einzigartig und perfekt.
        Und auch wenn es Geld kostet:
        Es kostet definitiv weniger, als in den allermeisten Hundeschulen, die nach den im Interview aufgezeigten Methoden verfahren – und keinen Erfolg bringen, auch nach Jahren nicht.
        So diverse Hundehalter, mit denen ich mittlerweile sprach und auch nach Monaten und Jahren keinerlei Verbesserung bei ihren Umgangsschwierigkeiten sehen.

        LG Stefan

        Reply
        • Tanja Häußler 27. März 2014, 22:15

          Oh, das ist schön! Da wünsche ich Dir in München viel Spaß! Ist sicher wieder sehr interessant!

          LG Tanja

          Reply

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