Liebe Hundefreunde,

habt ihr euch auch schon Gedanken darüber gemacht, ob ein Hundeanhänger sinnvoll ist oder nicht?

Spätestens, als meine Hunde älter wurden, habe ich selber darüber nachgedacht.

fahrradanhaenger

Danke für den tollen Gastbeitrag von Gerald Bacher und viel Spaß beim Lesen!

Jeder, der einen älteren oder kränklichen Hund hat, kennt das Problem: längere Strecken zu Fuß sind leider nicht mehr drin. Wenn es euch ähnlich geht, ihr euren Liebsten trotzdem gerne mit auf Ausflüge nehmen wollt, dann ist vielleicht ein Fahrradanhänger für euren Hund genau die richtige Lösung.

Heute erfahrt ihr, welche Modelle es konkret gibt, worauf ihr beim Kauf achten solltet und warum ihr euren Vierbeiner erst mal an das neue Gefährt gewöhnen solltet.

Arten von Hundeanhängern

Hundeanhänger ist nicht gleich Hundeanhänger. Abgesehen von Unterschieden bei Qualität, Sicherheit und Preis, gibt es noch viele weitere Kriterien, die für oder gegen ein Produkt sprechen können.

Wer beispielweise mit dem Gedanken spielt seinen Hund auch beim Joggen mitzunehmen, der braucht ein Modell mit drittem Rad, das sich auch zum Jogger umfunktionieren lässt.

Abgesehen davon gibt es auch Anhänger für große bzw. kleine Hunde. Hier kommt es also ganz konkret auf eure individuellen Bedürfnisse an!

Checkliste: Worauf es beim Hundeanhänger ankommt

Ein Fahrradanhänger für Hunde, der gewisse Qualitätskriterien erfüllen soll, ist keine günstige Anschaffung. Deshalb ist es umso wichtiger zu wissen, worauf genau man beim Kauf achten sollte, um keine Fehlinvestition zu tätigen.

1) Gewicht: Hier heißt es ganz klar „weniger ist mehr“! Wählt am besten ein Modell mit Aluminiumrahmen, das leer nicht mehr als 15 Kilogramm wiegt. Vor allem bei längeren Fahrten und hügeligem Terrain ist das ein wahrer Segen!

2) Größe: Achtet darauf, dass euer Hund bequem aufrecht sitzen und auch liegen kann.

3) Federung: Je besser die Federung des Anhängers, desto angenehmer ist die Fahrt für euren Liebling und umso geringer ist auch das Verletzungsrisiko!

4) Pack-Maß: Eine werkzeuglose Montage ist sehr praktisch. Wichtig ist jedoch auch, dass sich der Anhänger möglichst einfach „falten“ und verstauen lässt. Das ist nicht nur wichtig zum Überwintern im Keller oder in der Garage, sondern auch beim Transport im Auto!

5) Gewicht des Hundes berücksichtigen: Das Gewicht darf die zulässige Maximalbelastung nicht übersteigen!

6) Die Features: Überlegt euch, ob ihr euren Anhänger auch als Jogger einsetzen wollt.

7) Verarbeitung & Material: Überzeugt euch, dass die Materialien schadstofffrei und hochwertig sind. Eine wasserdichte Abdeckung und ein praktisches Insektengitter sind ebenso empfehlenswert.

8) Sicherheit: Der Anhänger sollte mit einer Leine ausgestattet sein, mit der ihr euren Hund sicher befestigen könnt. Tipp: Befestigt sie an einem Geschirr und nicht am Halsband!

Fahrradanhnger mit Nina 20

 

Wie ihr das passende Modell findet

Die oben angeführte Checkliste ist schon mal eine gute Ausgangsbasis, um zu wissen, worauf es wirklich bei einem guten Anhänger ankommt. Abgesehen davon sind auch folgende Fragen relevant:

  • Ist ein Anhänger für euren Hund überhaupt die beste Lösung? Diese Frage solltet ihr euch als erstes stellen. Wenn euer Hund nicht still sitzen kann oder gar Angst in engen Räumen hat, dann ist ein Anhänger definitiv die falsche Lösung!
  • Wie oft ist der Anhänger tatsächlich im Einsatz? Braucht ihr den Anhänger täglich, wöchentlich oder nur ein- bis zweimal im Monat? Je öfter der Wagen im Einsatz ist, desto wichtiger ist eine hochwertige Federung. In diesem Fall darf der Anhänger ruhig ein wenig mehr kosten!
  • Wie lange sind die Strecken, die ihr damit zurücklegen wollt? Auch bei der Streckenlänge spielt die Federung eine Rolle. Je länger die Strecke und je ruppiger das Terrain, desto wichtiger ist eine gute Federung!
  • Wofür wird der Anhänger primär eingesetzt? Wollt ihr damit ausschließlich mit dem Fahrrad fahren oder wird er auch als Jogger eingesetzt? Letzteres bedeutet, dass ihr eine 2in1 Lösung braucht.

Sicher unterwegs mit eurem Hund

Bevor ihr in die erste Tour mit eurem neuen Anhänger startet solltet ihr zunächst ein wenig damit üben. Manche Hunde sind aufgeschlossen für Neues, andere weniger. So gewöhnt ihr euren Schatz an den neuen Anhänger:

  • Gebt eurem kleinen Liebling die Zeit, die er braucht, um sich mit dem Anhänger anzufreunden. Übt am besten in einer ablenkungsfreien Umgebung und belohnt ihn für erwünschtes Verhalten.
  • Trainiert anfangs am besten im Garten. Führt euren Hund ungezwungen an den Anhänger heran und lasst ihn den Anhänger zunächst ausgiebig erkunden.
  • Stellt positive Assoziationen zum neuen Gefährt her – belohnt euren Hund, wenn er sich mit dem Anhänger beschäftigt, oder sich gar reinsetzt.
  • Öffnet beide Ein- und Ausgänge und zeigt ihm, dass der Anhänger keine Gefahr
  • Wenn das funktioniert, schließt langsam einen der beiden Eingänge und zeigt eurem Hund, dass er hineingehen kann. Erst wenn genug Vertrauen vorhanden ist, könnt ihr den zweiten Eingang schließen.
  • Wenn der Hund ruhig im Anhänger sitzt, könnt ihr den Anhänger ein wenig bewegen.
  • Die erste Fahrt sollte kurz sein und in bekannter Umgebung stattfinden. Bleibt euer Vierbeiner dabei ruhig, ist er bereit für eine erste gemeinsame Radtour.

Wie bereits oben erwähnt, sollte der Hund sicher an einem Geschirr befestigt sein. Passt auch euer Fahrverhalten an euren Fahrgast an. Vermeidet außerdem schnelle Bergabfahrten, enge Kurven und unangenehme Erschütterungen wie Bordsteine oder Löcher. Und noch ein Tipp: Weniger Reifendruck sorgt für eine bessere Federung!

Ein Radanhänger ist die ideale Lösung für Hunde, die schon etwas älter bzw. schwächer zu Fuß sind. So könnt ihr euren Vierbeiner problemlos auf längere Fahrradtouren mitnehmen, ohne ihn zu überfordern. Achtet beim Kauf unbedingt auf die angeführten Tipps und habt vor allem Geduld mit eurem besten Freund. Ein Fahrradanhänger bedeutet zunächst eine Umstellung, vor der er eventuell Angst hat. Gebt ihm ausreichend Zeit, damit er sich an das neue Gefährt gewöhnt und nehmt beim Fahren auf euren Fahrgast Rücksicht. Dann werdet ihr und euer Hund bestimmt viel Freude daran haben!

Wenn euch dieser Artikel gefallen hat, würde ich mich sehr über 5 Sterne von euch freuen!

Eure Tanja

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Autorenname: Gerald Bacher

Gerald Bacher betreibt den unabhängigen Ratgeber für Fahrradanhänger „Zweiradkraft“, auf dem sich Besucher neben Fahrradanhänger für Kinder und Lasten, ganz speziell auch über Anhänger für Hunde informieren können. In zahlreichen Ratgeberartikeln berichtet er außerdem über Themen wie Qualität, Sicherheit und die bekanntesten Hersteller.

Facebook: https://www.facebook.com/zweiradkraft/

Bildquelle mit Hund:

Fotolia.de: Bildname: Fahrradanhänger mit Nina 6; Datei: #16944224; User: Conny Hagen

 

 

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  • LukasderHundefreund 13. April 2017, 20:23

    Du bist die beste Tanja vielen dank. Ich hasse es im Sommer mit meinem Hund im Auto zu fahren, da dieser auch nur ungerne in die Hundebox einsteigt, was ich vollkommen verstehen kann. Mit diesen Tipps finde ich bestimmt einen passenden Fahrradanhänger.

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