Jack Russell Terrier Whisky

Liebe Hundefreunde,

es ist ein Alptraum für jeden Hundebesitzer, wenn die geliebte Fellnase plötzlich weg ist und nicht wieder an den Ausgangspunkt zurückkommt, so, wie es lehrbuchmäßig eigentlich sein sollte.

Gründe gibt es viele dafür, sei es Nachbars Katze, ein Hase oder ein Reh, wo der Jagdtrieb mit unserem Vierbeiner durchgeht- oder ein Geräusch, bei dem der Hund erschrickt.

Sowohl die Kelly als auch der Whisky reagieren sehr empfindlich auf Knallerei aller Art, sei es ein Feuerwerk oder Gewehrschüsse, z.B. beim Jagen. „Schussfestigkeit“ ist beileibe das Gegenteil von den beiden…

Dieses Jahr habe ich es ein paar Tage nach Sylvester mal wieder gewagt, die beiden von der Leine zu lassen, da ich dachte, es sei jetzt alles überstanden. Pustekuchen! Ich hatte wirklich nicht mit solchen „Spätzündern“ gerechnet!
So kam es, wie es kommen musste:

Ich war schön weit weg von zu Hause und machte eine große Runde mit meinen Hunden, was wir alle miteinander sehr genossen. Bis zu dem Moment, als besagte Spätzünder wohl noch irgendwelche Reste vom Sylvesterfeuerwerk gefunden und angezündet hatten…

Während ich meine Schäferhündin Kelly problemlos anleinen konnte, bekam mein Jack Russell Terrier Whisky wohl das große Muffensausen und gab Fersengeld. Und wie!

Als ich ihn ebenfalls anleinen wollte, war er jedenfalls verschwunden.

Was sollte ich nur tun?

Zunächst wartete ich an Ort und Stelle und rief immer wieder seinen Namen. Erfolglos. Nach einiger Zeit entschloss ich mich dazu, den Heimweg anzutreten, wobei ich ihn überall suchte und immer wieder seinen Namen rief. Ich schaute unter Bäumen und im Gestrüpp nach ihm, rief immer wieder seinen namen- aber er tauchte nicht wieder auf.

Zu Hause angekommen, ging ich immer wieder runter vor die Tür, lief ums Haus herum und suchte ihn einfach überall, wo man nur suchen kann. Unterm Holzstapel in der Wiese nebenan, in Nachbars offener Garage, im Wald hinterm Haus. Fehlanzeige!

Als es dunkel wurde, lief ich mit Kelly noch einmal einen Teil der Strecke vom Mittag ab, bewaffnet mit Leckerlies und Taschenlampe, aber er blieb verschwunden.

Ich machte mir wirklich große Sorgen um den Kleinen, zumal es in der Nacht empfindlich kalt wurde und er keinen Hundemantel anhatte. Irgendwann rief ich dann bei der Polizei an und meldete ihn als vermisst. Auch im Tierheim hatte ich schon angerufen, aber da erreichte ich am Wochenende niemanden, nur das Band sprach zu mir.

Plötzlich schaute mich Whisky auf Facebook an!

Also ging ich auf Facebook und wollte dort gerade einen Suchaufruf starten- als er mich plötzlich auf eben dieser Plattform anschaute! Irgendwann hatte er wohl wieder nach Hause gefunden und ohne, dass ich es in meiner Wohnung mitbekommen hätte, hatte ihn ein freundlicher Nachbar der Polizei übergeben und die hatte ihn dann im Tierheim abgeliefert!

Was für eine Erleichterung! Mir fiel ein Riesenstein vom Herzen, dass meinem Whisky nichts passiert war und er wohlbehalten im Tierheim gelandet war! Ich wollte ihn natürlich sofort da rausholen, was allerdings am Samstagabend um 23 Uhr nicht möglich war. Deshalb mußte er die Nacht wohl oder übel dort verbringen.

Am Sonntagmorgen stand ich dann in aller Herrgottsfrühe vor der Tür des Tierheims und konnte ihn dann endlich wieder mit nach Hause nehmen. Er überschlug sich fast vor Freude, als er mich sah und war überglücklich, dass er dann auch mit nach Hause durfte…

In diesem Zusammenhang möchte ich es euch wärmstens ans Herz legen, euren Hund chippen und bei  TASSO registrieren zu lassen! Jeder Tierarzt und jedes Tierheim hat einen Scanner, womit der Chip ausgelesen werden kann.

Allerdings sollte man auch darauf achten, dass die Adresse immer korrekt ist. Nachdem ich jedoch erst vor Kurzem umgezogen war, hatte ich leider noch nicht daran gedacht, die Adresse zu ändern.

Zu allem Überfluss hatte der Whisky auf seiner „Flucht“ wohl auch noch seinen Adressanhänger verloren! Jetzt ist wieder alles geregelt, ich habe nicht nur zusätzlich meine Handy- Nr. auf sein Halsband geschrieben, sondern auch meine Adresse bei Tasso aktualisiert. Und nochmals vielen Dank an das Tierheim Ulm für die freundliche Hilfe und Unterbringung  von unserem Whisky.

Eure  und die Fellmonster

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würde ich mich sehr über 5 Sterne von Ihnen freuen:
Hilfe, mein Hund ist weg! Was soll ich nur tun?
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (4 votes, average: 4,25 out of 5)

Loading...

Facebook Like
Print Friendly, PDF & Email
  • Raphael 4. März 2015, 23:38

    Ich feierte mit Freunden meinen Geburtstag im Garten. Als ich kurz reinging, hatte keiner auf meine Dame geachtet. Ich kam wieder und musste feststellen, dass meine Tamira weg ist (Westhighland Terrier). Musik aus, sucht meinen Hund.. Nach einer halben Stunde mit innerlicher Panik höre ich das hupen mehrere Autos. Ich dreh mich um und wer kommt da seelenruhig über die straße- geschlendert? Tamira, anscheinend ist Sie noch mal den üblichen Gassiweg gegangen. Das gab selbstverständlich eine kleine Standpauke und seither bleibt Sie stets an meiner Seite.

    Reply
  • Carolin 11. März 2015, 08:56

    Sehr schön das Whiskey wieder da ist! Ich finde Deinen Blog sehr schön und Dein Schreibstil gefällt mir sehr!

    Reply
    • Tanja Häußler 11. März 2015, 17:02

      Danke Carolin für das Kompliment.

      LG Tanja

      Reply
  • Arme 13. März 2015, 20:14

    schöner Blog. weiterso! 🙂

    Reply
    • Tanja Häußler 14. März 2015, 12:32

      Danke Arme,

      LG Tanja

      Reply
  • Thomas 10. April 2015, 14:16

    Richtig spannend geschriebene Geschichte. Ich habe beim Lesen richtig mitgefiebert. Ich und besonders meine bessere Hälfte, wäre vor Angst gestorben.

    Unser Hund ist auch schon ein paar mal aus verschiedenen Gründen entlaufen. Zum Glück kam er aber meist nach spätestens 30 Minuten wieder, oder ich konnte ihn etwas weiter unten oder oben auf dem Feld wieder auflesen.

    Schön das du Whiskey gesund zurückbekommen hast! Alles Gute für euch!

    Reply
    • Tanja Häußler 10. April 2015, 15:33

      Danke Thomas

      LG Tanja

      Reply
  • Thomas 15. April 2015, 12:09

    Ich kann das nachempfinden wie du dich gefühlt haben musst als er weggelaufen ist. Mir ist so etwas Gott sei dank noch nicht passiert aber ich kann mir vorstellen, wie man sich in einer solchen Situation fühlen muss. Zum Glück ist alles gut gegangen und es hat ein gutes Ende genommen.
    Bei dir kamen jetzt auch noch eine reihe unglückliche Zufälle zusammen. Den Adressanhänger verloren und die Adresse nicht aktuell. Kann dir aber nur zustimmen. Es ist äußerst wichtig, dass man seinen Hund chipt und registriert. Eine bekannte hat dadurch auch ihre Hündin wiederbekommen.
    Es gibt zwar auch GPS Tracker für Hunde, von denen halte ich persönlich allerdings nichts. Besonders nicht wenn es sich um kleine Hunde handelt.

    Reply
  • Ute 5. Juli 2015, 00:30

    Wir haben unserem 4 Beiner einen GPS-Sender an das Halsband gehängt. So können wir ihn immer und kostenlos mit einer Software für den PC orten.

    Reply
  • Sophie 27. Juli 2015, 20:41

    Als unser Leon mal weg war, konnten wir ihn sehr schnell wieder finden, weil wir einen GPS-Sender am Halsband befestigt haben. Wir müssen die Akkus lediglich alle 2 Monate wechseln.

    Reply
    • Wolfshund-blog 29. Juli 2015, 14:29

      Das ist eine gute Idee. Danach werde ich jetzt erstmal suchen gehen. Dann bekommt die kleine Cassie ein GPS-Sender um Hals.

      Reply
  • Sandra 8. Oktober 2015, 14:33

    Hallo,

    aus eigener Erfahrung kann ich nur diesem Blog zustimmen. Ich kann nur hoffen, dass sich alle zukünftigen Hundehalter sich diesen durchlesen. Nicht vergessen: Der Hund weiss nicht, dass man in Sorge war….

    Reply
  • Ellena 16. November 2015, 10:51

    Wow…was für eine Geschichte. Gut, dass dein Vierbeiner wieder aufgetaucht ist. Mir ist glücklicherweise noch keiner „richtig“ abhanden gekommen, ich hatte aber schon die ein oder andere Schrecksekunde, als Hund oder Hündin meinte, mal für einige Minuten irgendwo im Gebüsch verschwinden zu müssen. Bei mir sind auch Beide Hunde bei Tasso registriert. Außerdem tragen Sie in einem kleinen Anhänger unser Wohnanschrift, Namen und Telefonnummer mit sich. Ich habe auch schon von kleinen GPS_Sendern gehört, die man ans Hundehalsband machen und so den Hund per GPS im Notfall orten kann. Hat damit schon jemand Erfahrungen gemacht?

    LG

    Reply
  • Christian 11. Dezember 2015, 13:13

    Der Hund von einem Bekannten haut regelmäßig ab, aber nur weil er so neugierig ist. Das sorgt dafür, dass ihn mittlerweile jeder in dem Dorf kennt und dann wird einfach angerufen 😉
    Ich finde die Möglichkeit mit dem GPS-Sender aber richtig gut, dann muss man nicht lange zittern und bangen, sondern weiß direkt wo sich der Hund gerade befindet.

    Reply
  • Levi 21. Januar 2016, 23:28

    Bei deiner Geschichte musste ich richtig mitfiebern, das wünscht man wirklich keinem Hundebesitzer! Ein Freund von mir hat sich für seinen Vierbeiner jetzt auch einen GPS-Sender zugelegt, ist eine klasse Möglichkeit für solche Fälle.

    Reply
  • Katharina 14. Juni 2016, 16:13

    Wie Ute und Sophie habe ich ebenfalls ein GPS Sender am Halsband meines Vierbeiners angelegt. Das ist wirklich sehr hilfreich, vor allem wenn er dann doch öfters mal wegläuft. Er hat da so sein eigenen Kopf

    Reply
  • Dominic 27. Juli 2016, 07:24

    Eine gute Alternative ist ein GPS-Tracker. Mag im ersten Moment vll. etwas teuer sein, aber so lässt sich der Hund recht schnell aufspüren :).

    Liebe Grüße

    Reply
  • Luisa 31. Dezember 2016, 17:07

    Gut das Whiskey wieder zurück ist. Ich hatte auch mal einen Schreck, als meine Hündin weg war. Sie war Freunden hinterhergelaufen und keiner hatte es gemerkt. Freunden ist der Hund mal weg gelaufen als er sich erschreckt hat. Ein Junkie hat ihn gefunden und behalten, man hat die Beiden nach 4 Tagen gesehen und er hat den Hund nur gegen Geld wieder raus gerückt. Das war die schlimmste Geschichte die ich bis jetzt gehört hat. Man muss echt immer aufpassen. Ich mag deine Texte sehr 🙂 LG, Luisa

    Reply
  • Hosting 6. Januar 2017, 22:59

    Ist der Hund nach einigen Stunden immer noch nicht zur ckgekehrt, nach Hause fahren und einen Suchzettel vorbereiten.

    Reply
  • René 17. Januar 2017, 03:34

    Mir kam neulichs auch ein Hund entgegen und auch das Herrchen kam nach wenigen Minuten mit der Hundeleine in der Hand hinterher. Glücklicherweise hat er seinen Hund ebenfalls schnell wieder ausfindig machen können. Ein GPS-Sender ist neben der Tasso-Marke eigentlich eine recht sinnvolle Sache.

    Reply

Leave a Comment

*

{ 20 comments }