Deutscher Schäferhund

Liebe Hundefreunde

die beliebteste Hunderasse Deutschlands ist und bleibt der Deutsche Schäferhund.

Obwohl die Zahl der Welpen seit Jahren rückläufig ist, behauptet diese Hunderasse nach wie vor unangefochten ihren Spitzenplatz. Dies besagt zumindest die offizielle Welpenstatistik des VDH, Stand 2010.

Der Verband für das Deutsche Hundewesen vertritt Deutschland in der Fédération Cynologique Internationale. Als Dachorganisation von bundesweit 176 Mitgliedsorganisationen (Rassehunde-Zuchtvereine sowie Hundesportvereine) repräsentiert der VDH mehr als 650.000 Mitglieder.

Über 250 verschiedene Hunderassen werden in den Zuchtvereinen des VDH betreut.

In die Zuchtbücher der VDH-Mitgliedsvereine werden jährlich ca. 90.000 Welpen eingetragen – gezüchtet nach den Zuchtbestimmungen des VDH und mit entsprechenden Wurfkontrollen.

Die Ahnentafeln des VDH sollen – so der VDH – gewährleisten, dass die darin enthaltenen Angaben korrekt sind und strenge Wurf- und Zuchtkontrollen durchgeführt wurden.

Diese Welpen werden in der Welpenstatistik des VDH aufgeführt.

Man sollte bei dieser Liste allerdings bedenken, dass einige Rassen nicht ausschließlich Familienhunde sind, sondern hauptsächlich als Arbeitshunde eingesetzt werden.

So wird zum Beispiel der Deutsch Drahthaar vor allem von Jägern als Vollgebrauchshund  für die Jagd verwendet.

Und der Deutsche  Schäferhund ist der klassische Diensthund bei Polizei, Zoll und Militär und wird auch oft als Rettungshund eingesetzt. Aber auch im Ausland erfreut er sich großer Beliebtheit in nahezu allen Ländern dieser Erde.

Nicht berücksichtigt werden die vor allem als Familienhund beliebten Mischlinge.

Kommen wir nun zur unangefochtenen Nummer 1:

Deutscher Schäferhund

Der Deutsche Schäferhund

Herkunft: Deutschland

Größe: Rüden 60-65 cm, Hündin 55-60 cm

Gewicht: Rüde 30-40kg, Hündin 22-32 kg

Farbe: Schwarz mit rotbraunen, braunen,gelben bis hellgrauen Abzeichen;
Schwarz; Grau mit dunklerer Wolkung, schwarzem Sattel und Maske.

FCI- Rassegruppe: Gruppe 1; Sektion 1: Schäferhunde; FCI-Nr. 166

 

Herkunft und Geschichte:

Bevor Max von Stephanitz 1899 den Verein für Deutsche Schäferhunde gründete, legte er im Jahre 1891 den Rassestandard für den Deutschen Schäferhund fest. Der Deutsche Schäferhund sollte mittelgroß sein, stark und kräftig, muskulös, aber nicht zu dick, schnell und wendig.

Außerdem wurden auch die genaue Körperform, wie die Kopfform, die Stehohren  und die Nasenfarbe (ausschließlich schwarz), sowie viele andere Dinge genau festgelegt. Das Fell des Deutschen Schäferhundes ist pflegleicht und wetterbeständig.

Dem Deutschen Schäferhund machen Temperaturen unter 0° Celcius nichts aus und auch vor Hitze und Regen schützt ihn sein Fell. Er verfügt unter dem anliegenden Deckhaar über eine dicke Unterwolle, die ihn vor Kälte schützt. Leider neigt er auch zum Haaren, dass merkt man besonders, wenn der Fellwechsel beginnt.

Obwohl ursprünglich als Hütehund gezüchtet, wurde der Deutsche Schäferhund  von Anfang an auch als zuverlässiger Bewacher und Beschützer für Haus und Hof eingesetzt.

 

Wesen:

Der Deutsche Schäferhund gilt als der Schutzhund schlechthin und ist aus dem Polizeidienst nicht mehr wegzudenken.

Laut FCI-Rassestandard muss der Deutsche Schäferhund „[…] vom Wesensbild her ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, absolut unbefangen und (außerhalb einer Reizlage) völlig gutartig sein, dazu aufmerksam und führig. Er muss Triebverhalten, Belastbarkeit und Selbstsicherheit besitzen, um als Begleit-, Wach-, Schutz-, Dienst- und Hütehund geeignet zu sein.“

Deutsche Schäferhunde, die ängstlich oder nervös sind, entsprechen nicht dem Wesen des Schäferhundes. So ein Verhalten lässt auf eine schlechte Zucht bzw. auf eine mangelhafte Sozialisierung schließen.

Der Schäferhund ist lernwillig, aber auch selbstbewusst und braucht eine fortdauernde konsequente Erziehung mit viel Geduld, positiver Verstärkung und Verständnis. Er zeigt ein stark ausgeprägtes Schutzverhalten.

Viel Auslauf und Beschäftigung sind für diese Hunde wichtig, Hundesport ist angebracht.Eine geistige Beschäftigung, die über die rein körperliche Auslastung hinaus geht, ist notwendig.

Zitat von Dorit Urd Feddersen- Petersen:

„Wächst ein Deutscher Schäferhund speziell mit anderen seiner Rasse auf (die entsprechend gut sozialisiert sind), so gehört er zu den Rassen, welche untereinander schnell eine soziale Rangordnung aufbauen und nur relativ wenig Aggressionen (ernsthaft als auch ritualisiert) zeigen und gut miteinander auskommen.“

Leider machen manche Schäferhundbesitzer Ihren Hund „mannscharf“, obwohl dies eigentlich überhaupt nicht nötig ist, weil ein Deutscher Schäferhund instinktiv beschützt.

Aber solche „Hundehalter“ sind der Grund dafür, dass er zum Beispiel im  Schweizer Kanton Tessin als eine potentiell gefährliche Hunderasse auf der Rasseliste geführt wird. Zu seiner Haltung ist dort eine kantonale Bewilligung erforderlich, für die unter anderem ein Wesenstest für Hunde verlangt wird. Der potentielle Halter muss außerdem einen Strafregisterauszug vorweisen.

 

Verwendung:

Der Deutsche Schäferhund wird heute kaum noch als Hütehund eingesetzt. Stattdessen wird er als Diensthund bei Militär, Zoll und Polizei verwendet. Auch als Rettungshund ist der Deutsche Schäferhund viel im Einsatz. Nach Angaben des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V. sind etwa 80 Prozent der Diensthunde in Deutschland Deutsche Schäferhunde.

Aber auch weltweit ist der Deutsche Schäferhund die „Nummer Eins“ im Diensthunde- und Rettungswesen.

Der Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V. unterhält ein eigenes Rettungshundewesen, welches der Internationalen Rettungshunde Organisation (IRO) angeschlossen ist. Als Lawinensuchhund wird der Deutsche Schäferhund vor allem in den bayrischen Alpen eingesetzt  und hat den Bernhardiner dank seiner Leichtigkeit beim Durchstöbern der Schneemassen schon vor langer Zeit verdrängt. Er wird ebenso erfolgreich als Blindenführhund eingesetzt. Weltweit ist er bis heute die am Weitesten verbreitete Gebrauchshunderasse.

Im privaten Bereich kann der Deutsche Schäferhund in allen Hundesportarten eingesetzt werden. Außer dem klassischen Schutzhundesport kann man ebenso Agility, Dogdancing oder Obedience mit ihm betreiben.

Natürlich ist er aufgrund seiner  hervorragenden Riechleistungen sehr gut geeignet für die Fährtenarbeit, die Großflächensuche oder auch zum Mantrailing.

Neben all diesen Einsatzbereichen kann er selbstverständlich auch als reiner Familienhund verwendet werden, allerdings braucht er eine gründliche Erziehung, damit er ein zuverlässiger Wegbegleiter ist. Wird ein Schäferhund vernachlässigt, kann er durchaus zum Problemhund werden .

Ich mache mit meiner Schäferhündin Kelly Fährtenarbeit  und Großflächensuche und Sie hat einen Riesenspaß dabei!

Auf den Spaziergängen wird immer fleißig am Grundgehorsam gearbeitet. Damit der Spaß und die geistige Beschäftigung nicht zu kurz kommen, werden zusätzlich interessante Such- und Bringspiele mit integriert.

Dogdancing ist auch eine tolle Sache, bei dem wir beide sehr viel Spaß miteinander haben.

 

 Rassetypische Erkrankungen:

Die bekannteste Erkrankung des Deutschen Schäferhundes, die auch immer wieder mit ihm in Verbindung gebracht wird, ist die Hüftdysplasie (HD).

Eine weitere beim Deutschen Schäferhund auftretende Gelenkerkrankung ist die Ellbogendysplasie (ED).

Darüber hinaus kann auch das Kongenitale Vestibularsyndrom, eine Erbkrankheit des Innenohrs mit Gleichgewichtsstörungen und unter Umständen Taubheit, auftreten, sowie Pankreasinsuffizienz, degenerative Myelopathie, Schäferhundpyodermie und Schäferhundkeratitis.

Neben der HD ist beim Deutschen Schäferhund die degenerative lumbosakrale Stenose (DLSS) ein wichtiger möglicher Grund für Lahmheitssymptome.

 

Fazit:

Da der Deutsche Schäferhund so oft gezüchtet wird, sollte man bei der Anschaffung dieser Hunderasse unbedingt auf gute Anlagen achten. Dies bezieht sich sowohl auf den Charakter als auch auf die körperliche Konstitution.

Bei der Auswahl ist es sehr wichtig, nur Welpen von möglichst HD- freien Eltern mit einwandfreiem Wesen auszusuchen.

Eure Tanja

copyright: Tanja Häußler- www.tanjas-hundeblog.info

Bildquelle: „Queeny“- www.hundezentrum-ulm.com

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Die beliebteste Hunderasse Deutschlands: Der Deutsche Schäferhund
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  • goldie 11. August 2012, 16:36

    Gut recherchierter Artikel! Ich finde den Hinweis auf den starken Schutztriebs des Deutschen Schäferhunds auch sehr wichtig. Immerhin gehört er auch zu den Rassen mit den meisten Beissvorfällen. Daher braucht er wirklich eine konsequente und vor allem liebevolle Erziehung.
    Lg

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